Zulassung
   
Zulassung
als Heilpraktiker

 
Voraussetzung für die Zulassung ist die Überprüfung durch den Amtsarzt vor dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt.

Die Überprüfung besteht aus einem schriftlichem (Multiple-Choice-) Fragenteil und einer mündlichen Überprüfung.

  • Der schriftliche Teil besteht aus 60 Fragen, von denen mind. 45 Fragen im Antwortauswahlverfahren richtig beantwortet werden müssen. Erst dann erfolgt die Zulassung zur mündlichen Prüfung.
  • Die mündliche Überprüfung erfolgt durch einen Amtsarzt und zwei Heilpraktiker als Beisitzer. Die Prüfung dauert in der Regel 45 Minuten und beinhaltet folgende Themenschwerpunkte:

    • Berufs- und Gesetzeskunde, einschl. rechtlicher Grenzen der nichtärztlichen Ausübung der Heilkunde
    • Erkennung der Infektionskrankheiten
    • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle bzw. lebensbedrohlicher Zustände
    • Anatomische, physiologische und pathologische Kenntnisse
    • Technik der Anamneseerhebung
    • Untersuchungstechniken in Theorie und Praxis
    • Praxishygiene, Desinfektion und Sterilisation
    • Injektionstechniken
    • Grundkenntnisse über Laborwerte
    • Kenntnisse der allgemeinen Krankheitslehre
    • Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden

 
Zulassungskriterien
zur Heilpraktiker-
Überprüfung

 
  • Vollendung des 25. Lebensjahres zum Prüfungszeitpunkt
  • Abgeschlossene Hauptschulausbildung
  • Vorlage einer ärztl. Bescheinigung, dass der Prüfling frei von geistigen oder körperlichen Leiden oder einer Sucht ist, die ihn an der Berufsausübung hindern würden
  • Vorlage eines einwandfreien polizeilichen Führungszeugnisses
In den letzten Jahren ist das Niveau der Kenntnisüberprüfung durch den Amtsarzt ständig gestiegen, so dass der Prüfling sich durch eine qualifizierte und zielgerichtete Ausbildung gut darauf vorbereiten muss.